Inspiriert von den Gladiatoren der Antike und in Anlehnung an Tokyo 2020 beschloss die Lateingruppe der 5A einen epochalen Wettbewerb aus der Taufe zu heben:

die Ludi Latini – die lateinischen olympischen Spiele.

Die 20 SchülerInnen wollten sich in 19 verschiedenen Bewerben mit ihrem Lateinprof. Jandrisits messen. Gewinner ist, wer mehr Bewerbe für sich entscheiden kann.

Folgende Wettkämpfe wurden in der vorletzten Schulwoche ausgefochten:


Tennis – teniludium

Leiterspiel – ludus scalarum

Weitwurf – iactus in longum

Stadt/Land/Fluss – urbs/regio/flumen

Lieder erratencarmina conicere

Basketball – canistriludium

Bananenwettessen – certamen comedendi bananarum

Tischtennis – teniludium in abaco

Rundmühle – mola lusoria rotunda

2er Schnapsen – duellium feriendi chartarum

100m Sprint – cursus citissimus centum metrorum

Badminton – ludus Badmintonicus

Länder der Welt – regiones terrae

Quizduell – duellium quaesitorum

Fußballpedifollium

Tabu – verba conicere

Zeichnungen erraten picturas conicere

ChemieBlaster – aspersor virorum

Schach – ludus scacorum


Zwar ist es Usus, dass der Sieger die Geschichte schreibt, jedoch soll hier den pathetischen Worten des Chronisten Manuel Wukovits (5A) Raum gegeben werden, der als Beobachter und Mitstreiter fungierte:

 

SchülerInnen des Gymnasiums, wie lange wollt ihr euch noch unterdrücken lassen im Wettkampf? Wollt ihr ewig tatenlos zusehen, wie der Stolz der Jugend im Sport vernichtet wird? Nur ein Blinder könnte behaupten, dass dies nicht die schmählichste Niederlage seit Cannae sei. Doch nun ist es geschehen und dem ganzen Erdball kann berichtet werden, dass es gerade diese Klasse und gerade diese Schülerinnen und Schüler gewesen sind, welche sich für ewig der Schmach schuldig gemacht haben, diesen Ruhmesapfel nicht zu pflücken. Unweigerlich wird bald jedem bekannt sein, dass es mehr als der Hälfte nicht möglich war zu gewinnen. Doch es muss auch eingestanden werden: Der Gegner dieser Klasse hatte mit Gerissenheit und Stärke gekämpft, als wären die Furien in ihn gefahren. Anders lässt es sich nicht erklären, dass ein begabter Sportler, im Fachgebiet des neuartigen Sportes namens „Fußball“, nach nur einem Zielschuss in eben jenem Sporte unterlag.

 

Doch es sind auch Siege für die eigene Sache zu verzeichnen. Es sei nur an den sicheren Sieg des Herrn Glöckel zu erinnern, welcher ohne Aufwand den gegnerischen Wettstreiter in der herausragenden Sportart „Virus Blaster“ handstreichartig bezwang. Oder an den werten Herr Pramhas - selten zuvor hatte man den Widersacher Prof. Jandrisits so überrascht gesehen. Am herausragendsten war der knappe Sieg unseres Klassenkameraden, Herrn Heissenberger, welcher in einem atemberaubenden Wettstreit in der Kategorie „Landhockey“ den Gegner niederrang. Noch einige könnten erwähnt werden, doch ist die Liste endlich und die Anzahl der Geschlagenen dann doch wieder länger.

 

Darum soll es nächstes Jahr wieder heißen: SchülerInnen des Gymnasiums vereinigt euch, wir haben nichts zu verlieren als abermals den Sieg, wir haben Schokobananen zu gewinnen!

 

Die Anträge auf Apotheose des Siegers und damnatio memoriae der Unterlegenen wurden vom Schulsenat abgelehnt. Dennoch gilt für das kommende Schuljahr: Vae victis! ;-)