So lautet der Titel des zweistündigen Workshops, den die sechsten Klassen im Rahmen des Religionsunterrichts besuchen durften. In „Ein Koffer voll Erinnerungen“ werden die Geschichte des Antisemitismus und die Shoah/der Holocaust thematisiert. Ziel ist es, die historischen Ereignisse lebendig zu machen.

Die Vortragende, Frau Mag.a Ruth Kathrin Lauppert-Scholz, erzählt von ihrer eigenen Familiengeschichte: von der Großmutter, die das Glück hatte, nach London auszuwandern und auch noch ihre jüngere Schwester mittels Kindertransport aus Wien herausholen konnte, von den Urgroßeltern, die noch kurz vor Kriegsbeginn aus Wien über Triest nach Palästina auswanderten. Nach dem Krieg kamen die Großeltern wieder nach Wien zurück; insgesamt taten das nur ca. 5% der Juden und Jüdinnen, die vor dem Krieg in Österreich gelebt hatten.

Ergreifend war auch der Kurzfilm über Lilli Tauber, die von ihrer Familiengeschichte erzählt. Mit zwölf Jahren verschafften ihr die Eltern einen Platz im Kindertransport, der Bruder war zuvor schon nach Palästina geflohen. Am Bahnsteig in Wien sah sie ihre Eltern zum letzten Mal.

Im zweiten Teil des Workshops durften die Schülerinnen und Schüler Fotos und Dokumente, die ihr Interesse weckten, aus dem Koffer entnehmen und dazu an verschiedenen Stationen Aufgaben bearbeiten.

Ein beeindruckender Workshop, von dem die Schülerinnen und Schüler Wissenswertes und Berührendes mitnahmen.